Willkommen!

Wir, Jil Blume und Sebastian Stachorra, gehen seit dem 29. August vier Wochen lang auf „Willkommenskultour“. Wir besuchen an zehn Stationen in Deutschland gelungene Projekte mit Geflüchteten. Im Fokus steht die Frage: Warum klappt an diesen Orten etwas? Gibt es hier möglicherweise Modelle für einen neuen, positiven Umgang mit Geflüchteten? Was müsste passieren, damit an anderen Orten gelingen kann, was hier gelingt? Kurz: Wir machen uns auf die Suche nach Gelingensfaktoren für eine Willkommenskultur für Geflüchtete in Deutschland. Unsere Erfahrungen teilen wir in Form einer crossmedialen Reisedokumentation auf www.willkommenskultour.de/blog, facebook.de/Willkommenskultour, Youtube und über lokale Veröffentlichungskanäle.

Welche Projekte wir bis jetzt besucht haben und warum wir glauben, dass sie gut funktionieren, erzählen wir in diesem Video:

Unser Eindruck nach zwei Wochen Tour: Es gibt eine ganze Menge Dinge, die gerade angesichts der aktuellen Ereignisse funktionieren. Es ergibt Sinn, Behörden zu entlasten, indem Geflüchtete bei Gesundheitsfragen von der Krankenkasse und nicht mehr der Sozialbehörde betreut werden. Das klappt allerdings momentan nur in Bremen, Bremerhaven und Hamburg. Es motiviert zu einem Miteinander, sich in eine Uni setzen und Vorlesungen hören zu können – wie bisher für Geflüchtete beispielhaft in Niedersachsen möglich.

Unter „Stationen“ bilden wir ab, wo wir wann waren und was wir dort erlebt haben.

Unter „Was klappt“ stellen wir Thesen auf, welche Faktoren eine Willkommenskultur für geflüchtete Menschen in Deutschland begünstigen.

Möglich machen das übrigens das ausschließlich mutmachende Menschen, die unsere Reise mit Crowdfunding unterstützen. Wieviel wir schon finanzieren konnten, siehst Du im Barometer  oben rechts.

Hier noch mal unser Video aus dem Mai – hier erklären wir, warum wir uns auf den Weg machen wollten.

9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Tolle Idee! Finde ich klasse. Was man kennt, ist weniger fremd. Ich wünsche mir so oft, dass die Leute einfach mehr miteinander in Kontakt kommen würden. Ihr macht genau das Richtige.
    Frage am Rande: Kommt ihr auch ins Mittelrheintal?
    Nur das Beste,
    Jessica

  2. Jil und Sebastian setzen viel persönliche Energie und große Anstrengungen ein, um zu zeigen, dass Freital und Heidenau Einzelfälle sind und Deutschland eine umwerfende Willkommenskult(o)ur bietet!

    Spendet 1€ für 1 Kilometer oder mehr, investiert hier in diese #Willkommenskultour statt in Döner, Feiern & Co. und werdet belohnt mit wunderbaren Neuigkeiten von einer spannenden Reise quer durch Deutschland zu verschiedenen Flüchtlingsprojekten! Ich habe den beiden soeben 5 Kilometer gespendet.
    Mehr auf facebook.de/willkommenskultour und http://www.willkommenskultour.de!

  3. Schade, dass ich euch nur kurz in der S-Bahn in Berlin treffen dürfte. es war viiieeel zu kurz. Euer Projekt finde ich toll! Willkommenskultur ist Menschenrecht! Täglich gibt es neue gute Aktionen. Den Bericht von Euch finde ich sehr gut gemacht! Danke!

  4. Es ist eine Freude, Aktivitäten wie Eure zu beobachten. Wir haben in unserer kleinen Stadt eine wie ich finde bewundernswerte Willkommenskultur. Die Stadt und der Kreis haben Mengen von Unterkünften angemietet, wir haben ein gut funktionierendes Netzwerk, die Menschen, die neu zu uns gekommen sind werden gut aufgefangen, es gibt Hilfe in allen Bereichen, sofort das Angebot, Sprachkurse zu besuchen, dazu gehen Ehrenamtliche noch in die Familien/ Häuser und unterrichten zusätzlich. Es erfordert ziemlichen zeitlichen und auch finanziellen Aufwand, aber es ist gut machbar – und rentiert sich für Alle!

  5. Alle die hier das ganze so positiv sehen, sollten sich einmal den ARD Bericht ansehen:

    http://www.ardmediathek.de/tv/NDR-Reportagen-f%25C3%25BCr-Das-Erste/Wir-werden-nicht-gefragt-/Das-Erste/Video?documentId=32001832&bcastId=3750154 „.

    Dort wird von 300, ich wiederhole 300, Vergewaltigungen durch Flüchtlingen gesprochen! Alle die das so toll finden, sollten sich mal mit den Opfern, von den o.g Vergewaltigungen unterhalten, und sich dabei fragen ob man das wirklich will. Und auch das Argument “ hier werden auch verbrechen verübt “ lasst Euch eins gesagt sein, ich bin der festen Meinung das ihr überhaupt nicht versteht was hier in diesem Land gerade passiert!!! Ich möchte keine Multi-Kulti, und ich sag auch gleich warum: Weil das nicht geht und FUNKTIONIERT. Selbst Helmut Schmitd hat das ganz deutlich gesagt. Und nicht wir müssen uns anpassen, sondern jeder der hier leben will, der MUSS sich anpassen, JEDER!!! Ich finde es traurig das man, wenn man seine Meinung sagt, gleich in eine RECHT Ecke gestellt wird. Das hat nichts mit Rechts denken oder sein zu tun. Wenn das so weiter geht, gibt es bald kein Deutschland mehr und auch unsere OFFENE Kultur nicht mehr. Diese wird ja jetzt schon unterdrückt, in dem man in manchen Gegenden auf Weihnachtmärkte verzichte mit dem Argument man wolle RÜCKSICHT auf die Muslime nehmen. Die müssen auf uns RÜCKSICHT nehmen, nicht umgekehrt! Ich finde es eine schande wie man in Deutschland mit den eigenen Menschen umgeht und Ihnen das RECHT auf Meinungsfreiheit nimmt, indem man diese in die „RECHTE ECKE “ stellt. Nur das was da gesagt wird ist oft wahr, und wird sich bald bewahrheiten! Deswegen bin ich dafür das jeder Flüchtling der ein Verbrechen begeht, sofort und unwiderruflich kein Recht auf Asyl hat und das Land verlassen muss!

    • Lieber Rene,

      wenn Du darauf abzielst, dass die Integration wichtig ist: da sind wir ganz bei dir. Gerade deswegen haben wir ja die Tour gemacht: um zu schauen, wie Projekte mit Geflüchteten funktionieren. Alle Projekte, die wir besucht haben, sorgen dafür, dass Geflüchtete in die Gesellschaft integriert werden.

      Klar ist auch: Es gibt Menschen, die sich an Regeln halten, es gibt Menschen, die sich grundsätzlich nicht an Regeln halten. Es gibt Leute, mit denen man klarkommt und es gibt Arschlöcher. Wir glauben aber nicht, dass das davon abhängt, ob und wenn ja zu welchem Gott man betet.

      Ehrlich gesagt verstehe ich nicht so ganz, was Du unter Meinungsfreiheit verstehst. Du kannst ja – wie jede*r andere auch – deine Meinung äußern. Aber ob jemand anderes diese Meinung teilt oder wie er sie einschätzt, naja, das liegt halt eben in der Freiheit des anderen.

      Dann machst Du eine Trennung auf, die ich auch nicht verstehe:
      „Ich finde es eine schande wie man in Deutschland mit den eigenen Menschen umgeht“
      -> Wie jetzt? Eigene Menschen? Wem gehören die denn? Woran willst Du festmachen, ob jemand zu dieser Gruppe gehört oder nicht?
      Für mich gibt es Menschen. Meinetwegen auch Menschen in Deutschland.
      Und ich finde es schrecklich, dass Menschen, die geflüchtet sind, angegriffen werden. Es gibt täglich Anschläge auf Unterkünfte, in denen Geflüchtete leben.

      Ich will keine Straftaten relativieren, wohl aber für eins werben: dass wir Verbrechen gleichermaßen verfolgen und bekämpfen. Und uns daran erinnern, dass es Einzelne sind, die Straftaten begehen – deswegen sollten wir nicht eine Gruppe von Menschen unter Generalverdacht stellen.
      Möglicherweise kannst Du das nachvollziehen. Übrigens: ich würde mich nicht als Christ bezeichnen. Trotzdem gehe ich gerne auf Weihnachtsmärkte. Und ich hab auch noch nicht bemerkt, dass irgendeiner in meiner Umgebung ausgefallen wäre.

      Grüße,
      Sebastian

  6. Es ist unerträglich. Noch schlimmer als die Kirchen treiben Sie die deutsche Gesellschaft in die Polarisierung. Nehmen Sie endlich die Zahlen der Wirtschaftswissenschaftler zur Kenntnis. Wir Mittelschichtler bezahlen mit unseren Steuern Ihre abstrusen Träume.

    • Lieber Herr Herzog,

      auf welche Zahlen referieren Sie? Es gibt verschiedene Zahlen, die je nach Rechnung zum Ergebnis kommen, dass durch die aktuelle Flüchtlingssituation Kosten entstehen. Es gibt aber auch Rechnungen, die gar zu einem positiven Ergebnis, also Gewinn, kommen.

      Das DIW in Berlin hat Ende letzten Jahres eine solche Studie vorgelegt: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.518250.de/15-45-3.pdf

      Die Studie ist nicht unumstritten. Insbesondere die zu Grunde liegenden Modelle. Im ifo Schnelldienst nehmen die Autoren daher Stellung: https://berlinoeconomicus.diw.de/blog/2016/02/04/eine-wirtschaftswissenschaftliche-perspektive-zu-gefluechteten/

      Zitat: „Der erste Fehler ist die zu enge Fokussierung auf den Staat und dessen Steuern und Transferzahlungen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Flüchtlingsmigration zu messen. Nach dieser Logik rechnet sich ein Geflüchteter aus wirtschaftlicher Sicht nur dann, wenn er dem Staat mehr Steuereinnahmen bringt, als er an Transfers und anderen Zuwendungen erhält. (…) Der fundamentale Fehler dieses Arguments liegt darin, dass es ist nicht Ziel der Wirtschaftspolitik ist, die Steuereinnahmen zu maximieren oder die staatlichen Ausgaben zu minimieren. Sondern Aufgabe des Staates und seiner Wirtschaftspolitik ist es, Wohlstand und Lebensqualität für seine Bürger zu schaffen und zu sichern. So sind beispielsweise staatliche Ausgaben für Bildung meist wünschenswert, selbst wenn sie mit einer höheren Verschuldung des Staates einhergehen, da sie langfristig Wirtschaftswachstum und Wohlstand schaffen. Deshalb muss jede Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen der Geflüchteten nicht nur die staatlichen Ausgaben, sondern auch den wirtschaftlichen Beitrag dieser Menschen durch Angebots- und Nachfrageeffekte berücksichtigen.“

      Beste Grüße,
      Sebastian

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