Nachtgedanken 4 1/2

Jil schläft schlecht – trotz deutschem Pass

„Wenn wir heute bei niemandem schlafen können, fahren wir einfach in ein Hostel“ sagt Sebastian auf dem Weg von Heidelberg nach Leipzig. Ich sitze neben ihm im Auto, ich bin müde. Der Regen läuft die Scheibe an meiner Wange lang. „Einfach in ein Hostel.“ Von Jil

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Nachtgedanken 4

Ich komme jetzt Heim 

„Wenn wir heute bei niemandem schlafen können, fahren wir einfach in ein Hostel.“, sage ich zu Jil auf der Autobahn von Heidelberg nach Leipzig. Ohne diese Gewissheit und Sicherheit, dass wir irgendwo unterkommen werden, könnten wir diese Reise nicht machen. Von Sebastian

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Zwischenstand – die ersten zwei Wochen Tour

Unser Eindruck nach zwei Wochen Tour: Es gibt eine ganze Menge Dinge, die trotz oder gerade angesichts der aktuellen Ereignisse funktionieren.
Es ergibt Sinn, Behörden zu entlasten, indem Geflüchtete bei Gesundheitsfragen von der Krankenkasse und nicht mehr der Sozialbehörde betreut werden. Das klappt allerdings momentan nur in Bremen, Bremerhaven und Hamburg.
Es motiviert zu einem Miteinander, sich in eine Uni setzen und Vorlesungen hören zu können – wie bisher für Geflüchtete beispielhaft in Niedersachsen möglich.

Komm mit uns auf Willkommenskultour und schieb uns für einen Euro einen Tourkilometer weiter!

Welche Projekte wir bis jetzt besucht haben und warum wir glauben, dass sie gut funktionieren, erzählen wir in diesem Video:

Nachtgedanken 3

 

Wir sitzen in einer Freiburger Küche und sprechen über die letzten Wochen unserer Tour. Wir hatten vermutet, dass die Antworten, die positiven, gelungenen Ideen rund um geflüchtete Menschen in Deutschland, wichtiger werden. Aber momentan haben wir das Gefühl, wir haben uns thematisch vom Rand in das Zentrum einer Debatte bewegt. Es vergeht keine Stunde ohne brisante Meldungen aus Ungarn, aus Wien, aus dem Münchener Hauptbahnhof. Das bestärkt uns, offenbar ist das Thema wichtiger denn je. Und gleichzeitig lähmt es uns. Wir wollen auf dem aktuellen Stand bleiben und könnten den ganzen Tag mit Zeitunglesen, Radiohören und Fernsehengucken verbringen. Und würden am nächsten Tag doch wieder von vorne anfangen.

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